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Stand: 10.02.2016

Pressemitteilung

Weihnachten und das Wunder des Lebens

Bischofsbesuch 1

Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann hat am Nachmittag des Heiligen Abends im Caritas-Altenzentrum in Landau mit den Bewohnern, deren Angehörigen und den Mitarbeitern den Weihnachtsgottesdienst gefeiert. Die Bänke in der Kapelle waren dicht besetzt. Neben den Bewohnern und Mitarbeitern waren auch viele Nachbarn gekommen.

 

Es dauerte ein Weilchen, bis alle Rollstuhlfahrer und Gehbehinderten von den haupt- und ehrenamtlichen Helfern an ihre Plätze gebracht waren, aber der Bischof hatte keinen Zeitdruck.  Derzeit hat das Haus 100 Bewohner, dazu noch 30 weitere im Betreuten Wohnen, wie die stellvertretende Leiterin Sabine Thornemann erläuterte. Von denen, die noch geistig und körperlich beweglich genug waren, dürften die meisten dabei gewesen sein, manche zusammen mit Familienangehörigen.

 

Diakon Hartwig Maas feierte zusammen mit dem Bischof am Altar. Musikalisch gestaltete Gerd Zwick am E-Piano die Feier mit einer Mischung von traditionellen Weihnachtsliedern und neuen geistlichen Liedern. Bettina Schreiber unterstützte ihn mit Perkussionsinstrumenten.

 

In seiner Predigt sprach der Bischof in einfachen Worten von der Freude der Geburt des Herrn, dem Wunder, dass er als Kind auf die Welt gekommen ist, dem Wunder des Lebens überhaupt. „Dieses kleine Kind ist es, das die Welt zusammenhält“, sagte er. Kein Mensch jedoch sei sinnlos in diese Welt gekommen. Gott fordere als Baby die Gegenliebe des Menschen regelrecht heraus, denn werde nicht selbst der gröbste Mensch ein wenig zarter, liebevoller, angesichts eines Kindes? Er erzählte aber auch sehr persönlich, wie er selber nicht nur seine Krippe aufstellt und den Weihnachtsbaum schmückt, sondern sich auch die Zeit nimmt, ganz still mehr als eine Stunde vor der Krippe zu stehen und das Geschehen der Heiligen Nacht zu betrachten und in sich aufzunehmen.

 

Bischofbesuch2

Danach nahm sich der Bischof noch die Zeit, bei Plätzchen, Stollen und Teepunsch mit allen ein paar Worte zu wechseln und ihnen persönlich ein Frohes Weihnachtsfest zu wünschen. Viele Bewohner nutzten die Gelegenheit, dem Bischof die Hand zu schütteln und mit ihm zu sprechen.

 

Ludwina Bärmann aus Edenkoben hatte erst im letzten Herbst mit ihrem Mann das eigene Haus aus Gesundheitsgründen aufgeben müssen und lebt seitdem im Betreuten Wohnen auf dem Gelände des Katholischen Altenzentrums Landau. Sie erzählte dem Bischof, dass sie am Vortag aus dem Krankenhaus gekommen sei und in der Bistumszeitung „Der Pilger“ seine Weihnachtsbotschaft gelesen habe und dabei gedacht habe: „Der Bischof gehört auch zu den Menschen, die ich in diesem Leben nicht mehr kennenlernen kann“. Und nun sei er da, nur einen Tag später, freute sie sich – wie alle Bewohner, dass der Bischof sie am Heiligabend besucht hatte.  

 

Herausgegeben vom Caritasverband für die Diözese Speyer
Text: Andrea Dölle / Fotos: Björn Iversen

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